Die wahren Herausforderungen bei der Umsetzung des EU-KI-Gesetzes
- Shishir Saran

- 12. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 2. Jan.
Der Analyse zufolge scheitern Unternehmen nicht aufgrund des EU-KI-Gesetzes selbst, sondern aufgrund ihrer internen Strukturen.
Die sieben wiederkehrenden Blockaden im Markt sind klar: fehlende umsetzbare Governance-Leitlinien, keine Übersetzung rechtlicher Vorgaben in technische Maßnahmen, Unsicherheit bei harmonisierten Standards, schwache bereichsübergreifende Abstimmung, anhaltende Kommunikationslücken, unklare Rollen und Kompetenzen sowie kein definierter Startpunkt.Diese Hindernisse sind organisatorisch nicht rechtlich. Wer sie früh adressiert, kann die EU AI Act-Compliance erfolgreich umsetzen. Wer sie ignoriert, riskiert, dass der AI Act zur Gefahr statt zur Strategie wird.
Nachfolgend die sieben zentralen Herausforderungen, die sich in Unternehmensbewertungen und Marktbeobachtungen immer wieder zeigen:
1.Fehlende umsetzbare Governance-Leitlinien
Vielen Unternehmen fehlen klare, umsetzbare Governance-Richtlinien für die Vorbereitung auf das KI-Gesetz. Bestehende Governance-Rahmenwerke sind nicht auf das Gesetz abgestimmt, sodass Teams die Compliance improvisieren müssen.
2.Rechtliche Vorgaben lassen sich kaum in technische Anforderungen übersetzen
Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die allgemeinen Vorgaben des EU AI Act in konkrete technische Maßnahmen für ihre Entwicklungsteams zu übersetzen. Ohne abschließende Standards fällt es schwer, regulatorische Anforderungen in umsetzbare Schritte für Design und Entwicklung zu überführen.
3.Unsicherheit bis zur Ver öffentlichung der Standards 2026
Die harmonisierten Standards sind noch in Arbeit. Unternehmen müssen heute Entscheidungen treffen, ohne die endgültigen Anforderungen zu kennen und später nachschärfen.
4.Fehlende bereichsüber greifende Abstimmung
Rechtsabteilungen konzentrieren sich auf Vorschriften, Ingenieurteams auf die Infrastruktur und Datenwissenschaftsteams auf Modelle. Oftmals sprechen sie keine gemeinsame Arbeitssprache, was die Compliance erschwert.
5.Anhaltende Kommunikations und Verständnislücken
Kommunikationslücken zwischen Recht und Technik sorgen für Reibung: Rechtliche Vorgaben lassen sich schwer in umsetzbare technische Anforderungen übersetzen, während technische Nachweise für Nicht-Techniker schwer zu bewerten sind. Das verlangsamt Entscheidungen, erhöht Risiken und verzögert die Umsetzung.
6.Unklare Anforderungen an die benötigten Fähigkeiten
Es ist nicht eindeutig, welche Fähigkeiten, Rollen oder Governance-Funktionen tatsächlich erforderlich sind. Das führt zu Überlastung einzelner Teams und unnötig komplexen Prozessen.
7.Kein klarer Startpunkt und keine Priorisierung
Viele Unternehmen wissen nicht, wo sie beginnen sollen und in welcher Reihenfolge Maßnahmen umzusetzen sind. Das Ergebnis: Stillstand statt Fortschritt.
FAZIT
Wer den EU AI Act wirklich umsetzen will, muss zuerst die eigenen Strukturen in Ordnung bringen.
Die sieben genannten Herausforderungen sind keine technischen Probleme, sondern organisatorische Blockaden. Ihre Lösung erfordert klare Governance, enge bereichsübergreifende Abstimmung und die Fähigkeit, rechtliche Anforderungen in technische Umsetzung zu übersetzen.
Unternehmen, die diese Grundlagen jetzt schaffen, werden als Einzige bereit sein, wenn die Standards verbindlich werden
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